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Jobben, arbeiten, Leben oder eine Berufsausbildung im Ausland


 

Ob Hoffnung auf eine höhere Lebensqualität oder schlicht Fernweh: Immer mehr junge Menschen wollen ihre berufliche Zukunft im Ausland starten.  Aber dort wartet nicht nur eitel Sonnenschein. Um die Hürden auf dem Weg ins Traumland zu überwinden, sind eine gute Planung und ein starker Wille gefragt. Am Tag wandern ca. 400 Menschen in beliebte Auswanderungsziele in der Europäischen Union ab. Der Grund ist einfach, in der "alten" EU benötigen deren Bürger kein Arbeitsvisum. Anders sieht dies bei den neuen Mitgliedsstaaten in Osteuropa aus. Wer in Budapest oder Prag arbeiten möchte, der sollte die Rahmenbedingungen vorab genau prüfen. In jedem Fall muss man sich anstrengen , denn nicht nur im Inland herrscht eine große Nachfrage nach attraktiven Lehrstellen. Zu dem bestehen vielfach sprachliche und kulturelle  Herausforderungen in den Zielländern mit denen Bewerber fertig werden müssen. Beim Europaservice der Bundesagentur für Arbeit (ES-BA) werden daher jungen Erwachsenen Tipps für den Weg in das Traumland gegeben. Besonders wichtig sind die Finanzierung und die rechtlichen  Voraussetzungen eines Auslandsaufenthaltes. Neben Hilfe bei der Stellensuche sind dies vor allem praktische Tipps, wie Pässe und Ausweise sollten möglichst lange gültig sein und der Führerschein international anerkannt. Darüber hinaus ist eine Kreditkarte sinnvoll, um auch jenseits von Elbe und Rhein überhaupt an Bargeld zu kommen. Nicht vergessen werden darf die Krankenversicherung. Hier hat jedes Land seine eigenen Regeln und Vorschriften, die es zu beachten gilt, egal ob als Ferienjobber, Arbeitskraft oder Auszubildender.

Wie sieht es aus, wenn man unter Palmen nicht nur gejobbt, sondern gleich die komplette Lehre absolviert werden soll ? Die in Deutschland bekannte Duale Ausbildung (in einem Betrieb mit begleitender Berufsschule) ist jenseits der Grenzen nur in Österreich , der Schweiz und Südtirol bekannt. Ansonsten wird dort meist in eine betriebliche oder eine schulische Ausbildung unterschieden. So bieten zum Beispiel private Bildungsträger Kurse an, in denen, unterstützt durch Praktika, das notwendige Wissen für einen Beruf vermittelt wird.
Der Haken an der Sache ist allerdings, dass diese Ausbildung in den seltensten Fällen bezahlt wird. Im Gegenteil sogar noch Geld kosten kann. Vor allem werden solche Ausbildungsgänge hierzulande nicht von jedem Personalchef anerkannt. Sie können zwar mit einem deutlichen Abschluss gleichgestellt werden, ein Unsicherheitsfaktor bleibt aber bestehen. Solche "Entsprechungen" regeln die Industrie- , Handels- und Handwerkskammern.

 

 

Eine Alternative bieten Kooperationen zwischen in- und ausländischen Kammern. So gibt es beispielsweise in Spanien die Möglichkeit der kaufmännischen Lehre nach deutschem Recht.
Statt einer kompletten Lehre können einzelne Teile (in Form von Praktika) im Ausland absolviert werden. Das neue Bildungsgesetz bietet diese Möglichkeit, dabei gilt der Auslandsaufenthalt als Bestandteil der Lehre, ein Anerkennungsverfahren ist unnötig. Vorraussetzung dafür ist allerdings, das der Auslandsaufenthalt dem Ausbildungsziel dient.
Die Vorzüge eines Blickes über die Grenzen liegen auf der Hand. Neben Sprachkenntnissen. die in der heutigen Arbeitswelt immer von Nutzen sind, bringt das Leben im Ausland vor allem eines: Zahlreiche neue Eindrücke. Erlebnisse und natürlich auch Spaß.
Über dieses und viele andere Angebote informiert die Broschüre "Jobs und Praktika im Ausland 2007" der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAZ) bei der Arbeitsagentur.
Beliebte Auswanderungsziele sind traditionell die U.S.A., Kanada, Australien, Südafrika, Südspanien und Großbritannien oder Japan

 

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Zum Beispiel in Österreich, Schweiz und Südtirol, Brasilien, Südafrika, Kanada, Spanien oder Frankreich und Italien, Nordamerika
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